Österreichischer Pflege- und Betreuungspreis 2013

Im Jahr 2013 wurde neben den Kategorien „Pflegende Angehörige“ und „Ehrenamtliche HelferInnen“ erstmals ein Sonderpreis für pflegende Jugendliche vergeben. „Mit einem Sonderpreis für pflegende Jugendliche möchten wir deren Leistungen in der familiären Pflege mehr öffentliche Beachtung verschaffen“, sagt Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österereich.

Rund 120 Menschen besuchten die Preisverleihung, darunter zahlreiche VertreterInnen von Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen. Sektionschef Manfred Pallinger sprach Grußworte. Sektionschefin Edeltraud Glettler und Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, hielten die Laudatio.

Für musikalisches Rahmenprogramm sorgten das Kabarettduo RaDeschnig und das Bernd Fröhlich Orchester. Auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer schickte Dankesworte an die PreisträgerInnen: „Wir brauchen Sie – auf Ihre Arbeit baut das Fundament des guten österreichischen Pflegesystems auf.”

Preisträger

1. Platz: Ghiselaine Jedloutschnig ist Mutter von vier Kindern. Zwei ihrer Kinder leben mit einer schweren Behinderung. Die alleinstehende Mutter kümmert sich nicht nur liebevoll um ihre Kinder, sondern steht auch mit beiden Beinen im Berufsleben.

2. Platz: Susanne Fritsch pflegt seit 2009 ihren Lebensgefährten Gerald, der nach einem Schlaganfall rund um die Uhr Pflege und Betreuung benötigt.

3. Platz: Edeltraud Hartinger betreut seit 2009 ihren Lebensgefährten, der an Demenz erkrankt ist. Die fortschreitende Krankheit macht ständige Betreuung notwendig.

Anna-Maria und Alfred Mayr pflegen ihre Schwester Theresa, die 1993 geboren wurde und am Rett-Syndrom leidet. Durch ihr Engagement sind sie eine große Stütze für die ganze Familie.

Larissa Pfund ist 19 Jahre alt und pflegt ihren Vater, der an MS erkrankt ist. Die Schülerin kümmert sich selbstständig um Haushalt und die Pflege des Vaters.

Konstantin Prager pflegt seine Mutter, die seit 2008 querschnittsgelähmt ist. Er unterstützt seine Mutter nicht nur im Alltag, sondern übernimmt auch pflegerische Tätigkeiten.

Die PreisträgerInnen 2013 wurden von einer Fachjury ermittelt. Geehrte wurden außerdem Brigitte Komornik, die seit 30 Jahren drei Pflegekinder mit Behinderung betreut, der Verein Survivors Österreich, der sich für an Krebs erkrankte Jugendliche einsetzt, und Karl Ludwig, der den Selbsthilfeverein „Das behinderte Kind“ ins Leben gerufen hat.

1. Platz: Christine Zdennek engagiert sich ehrenamtlich im Verein pro mente. Die Pensionistin widmet sich jede Woche ca. zehn Stunden der sozialpsychiatrischen Arbeit.

2. Platz: Monika Kowelka leistet ehrenamtlich Besuchsdienst. Zweimal pro Woche begleitet sie BewohnerInnen im CS Pflege- und Sozialzentrum Rennweg, das spezialisiert ist auf die Bedürfnisse von Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind.

3. Platz: Das ehrenamtliche Team vom VorderlandHus in Röthis/Vorarlberg hilft mehrmals pro Woche tatkräftig bei der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Menschen mit. Sie leisten nicht nur wertvolle Unterstützung, sondern sorgen für frischen Wind im Sozialzentrum.

Dank gilt den UnterstützerInnen

Der „Österreichische Pflege- und Betreuungspreis“ wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Die Volkshilfe dankt den SponsorInnen und KooperationspartnerInnen RZB, Rogner Bad Blumau, REWE International AG, Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, RaDeschnig, Falter, NEWS, STYX, Kolariks, Prater, Taxi 40100 und James barz&barz.